Exotische Tiere fürs Terrarium: pflegeleichte Reptilien

 

 

Reptilien begeistern Tierliebhaber rund um den Globus. Doch insbesondere Hierzulande, erleben die exotischen Tiere einen regelrechten Boom in der Heimtierhaltung. Doch trotz aller Gemeinsamkeiten, die sich die Arten teilen, könnten sie untereinander kaum unterschiedlicher sein. Manche erwarten komplexe Haltung und aufwendige Pflege, während du auch pflegeleichte Exemplare Zuhause halten darfst. Gerade für Anfänger, sind letztere sehr interessant.

 

Die Unterschiede zwischen pflegeleichten und komplizierten Reptilien

 

Auch bei Pflegeleichten Exemplaren, sind richtige Verhältnisse im Terrarium und optimales Futter von größter Wichtigkeit. Komplexe Arten, erfordern doch noch einiges mehr an Pflege und Wohlfühlprogramm, um artgerecht gehalten zu werden. Es gibt Arten, bei denen mühevolle Detailarbeit gefragt ist, um die optimale Haltung des Tieres zu garantieren.

 

 

Der wichtigste Aspekt, der pflegeleichte von komplizierten Reptilien unterscheidet, ist jedoch der, ihrer bevorzugten Nahrung. Insbesondere Einsteigern fällt es oft schwer, ihren Schützlingen lebende Säugetiere, wie Mäuse zum Fraß vorzuwerfen. Bei vielen Arten ist das aber unabdingbar, da diese Reptilien kein anderes Futter anrühren würden. Wenn du dir als Anfänger noch nicht völlig sicher bist, diese brutalen Bilder über dich ergehen lassen zu können, solltest du dich erstmal nach pflegeleichteren Reptilien umsehen. Außerdem erfordert Lebendfutter zusätzliche Kosten und Mühen. So müssen zum Beispiel auch die später verfütterten Mäuse artgerecht gehalten werden.

 

 

Wie bei jedem Haustier, braucht es ausreichend Erfahrung, um das Tier perfekt einschätzen zu können und die Pflege souverän zu meistern. Bei pflegeleichten Reptilien sollte es kein großes Problem darstellen, wenn dieses Wissen noch nicht gesammelt werden konnte. Erfahrungen müssen schließlich erstmal gemacht werden. Reptilien sind aber dann nicht mehr pflegeleicht, wenn Unachtsamkeiten fatal enden können. So sollte man sich als Anfänger unbedingt von giftigen Arten fernhalten. Wenn sich dein Interesse für Reptilien gerade erst entwickelt, solltest du also einen Bogen um so manche Frosch- und Schlangenarten machen.

 

Diese Reptilien sind pflegeleicht

 

Wie für Anfänger und Neulinge gemacht sind die Reptilien, die viel Ruhe benötigen und die meiste Zeit des Tages deshalb ohnehin schlafend verbringen. Dazu zählen zum Beispiel die beliebten Geckos aber auch bestimmte Leguane und die meisten Echsen. Diese drei sind auch die ersten Reptilien, die genannt werden, wenn Anfänger nach Einsteigerexemplaren fragen, da sie sich sogar in trockenen Terrarien wohlfühlen. Als Anfänger musst du dich also noch nicht mit den komplexesten Technologien auseinandersetzen.

 

Die Meisten Menschen denken als erstes an die Landschildkröte, wenn es um pflegeleichte Reptilien geht. Natürlich erwecken die langsamen und scheinbar verschlafenen Tiere schnell den Eindruck, keine besonders komplexe Pflege zu benötigen. Insgesamt stimmt es auch, dass die Pflege der Landschildkröten keine Höchstleistungen erfordert, jedoch wird es bei der Haltung komplizierter. Landschildkröten brauchen nämlich in jedem Fall großzügige Terrarien und müssen auch die Möglichkeit haben, sich in einem Außengehege an der Natur zu erfreuen. Wenn du genügend Raum hast, um den großen Platzansprüchen der Landschildkröte gerecht zu werden, steht auch sie dir als Anfänger zur Verfügung.

 

Wenn es doch eine Schlange werden soll, erfreut sich die Kornnatter größter Beliebtheit in den Terrarien von Anfängern. Sie ist völlig ungiftig und weist nur sehr geringes Aggressionspotenzial auf. Halter beschreiben ihren Charakter auch gerne als ruhig. Ihre Haltung ist denkbar einfach und für Schlangenverhältnisse so unkompliziert wie möglich. Sie muss zwar mit Wirbeltieren wie Mäusen gefüttert werden, erfreut sich aber auch an bereits verschiedenen Tieren, die so auch schon im Handel erhältlich sind. Halter von Kornnattern, müssen also keine allzu martialischen Bilder ertragen.

 

Für wen sind pflegeleichte Reptilien interessant?

 

An aller erster Stelle der Halter von pflegeleichten Reptilien stehen natürlich die Anfänger. Als Neuling in der Welt der Terraristik und der Reptilien, kann man verständlicherweise noch keine Kenntnisse haben, die es zur Haltung einer komplexen Art braucht. Um die Liebe zu den exotischen Geschöpfen dennoch voll und ganz ausleben zu können, gibt es viele pflegeleichte Arten, die sich anbieten.

 

Neben Anfängern ist der Griff zu pflegeleichten Reptilien aber auch bei echten Profis beliebt. Der Grund dafür liegt im zeitlichen Aufwand. Viele Reptilien brauchen anspruchsvollste Pflege und der Aufwand für artgerechte Haltung gleicht schnell dem eines Teilzeitjobs. Wer diese Kapazitäten nicht aufbringen kann, ist mit den pflegeleichten Varianten bestens beraten.

 

Einige Reptilien können problemlos 20 Jahre alt werden. Der Pflegeaufwand wird bei ihrem Altern aber nicht weniger, sondern, ganz im Gegenteil, immer mehr. So wachsen alle Reptilien Arten nach ihrer Geburt immer weiter bis zum Tod und können dabei beeindruckende Größen erreichen. Diese faszinierende Eigenschaft bedeutet für den Halter jedoch viel Aufwand. Das Terrarium wird immer größer und der Futterbedarf immer mehr. Nicht jeder ist für diesen Aufwand, der sich über mehrere Jahrzehnte strecken kann, geeignet. Insbesondere Rentner, sollten deshalb zu pflegeleichteren Exemplaren greifen.

 

Weiterführender Lesetipp:

 

Informationsseite zu Terrarien