Darf ich meinem Hund Schmerzmittel geben?

 

 

Unser Hund ist unser bester Freund. Fehlt ihm etwas, leiden wir mit ihm. Hunde zeigen nicht immer eindeutig an, wenn mit ihnen etwas nicht stimmt. Im Rudel würden sie als schwaches, krankes Mitglied nicht länger dort bleiben und der Ausschluss würde den Tod bedeuten. Dennoch merken Besitzer oftmals schnell, wenn mit dem Hund etwas nicht stimmt. Denn wer seinen liebsten Freund genau beobachtet, registriert Verhaltensveränderungen sofort. Natürlich möchten Hundebesitzer ihrem liebsten Vierbeiner sofort helfen. Doch dürfen Hunde überhaupt Schmerzmittel bekommen? Und wenn ja, welche eignen sich?

 

Wann sind Schmerzmittel sinnvoll?

 

Bei kleineren Verletzungen, einer eingerissen Kralle oder Muskelkater nach einem außergewöhnlich langem Spaziergang, können Sie Ihrem Hund mit dem ein oder anderen Mittelchen einen großen Gefallen tun. Beachtet werden muss dabei, inwiefern dieses Medikament für Hunde verträglich ist. Dafür sollten die Inhaltsstoffe genau studiert werden.

 

Die passenden Schmerzmittel finden

 

Nicht alle Medikamente aus der Humanmedizin sind für Hunde geeignet. Es gibt jedoch eine Auswahl, bei denen dies der Fall ist. Bei Zweifeln sollte immer ein Tierarzt befragt werden. Die Verabreichung eines falschen Medikamentes kann verheerende Folgen haben. Diese reichen von Erbrechen und Durchfall bis hin zu schwerwiegenden Leber- und Nierenschäden oder sogar dem Tod.

 

Die Menge macht das Gift

 

Egal, welches Medikament verabreicht wird: Auf die Dosierung kommt es an! Das eigentlich harmlose Medikament kann rasch Vergiftungserscheinungen hervorrufen, wenn die Dosierung zu hoch ist. Dies gilt auch für pflanzliche Medikamente. Sie erscheinen uns in der Regel harmlos, dennoch sollte beachtet werden, dass einige Pflanzen giftig für Hunde sind. Welche Schmerzmittel eignen sich? Es gibt einige Schmerzmittel, die jeder Hundebesitzer als Hausapotheke Zuhause haben sollte. Wie findet man eigentlich „den perfekten Hund“ für sich?

 

Traumeel

 

Hierbei handelt es sich um ein homöopathisches Schmerzmittel, das nicht verschreibungspflichtig ist. Es kann bei Verstauchungen, Prellungen oder entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden.

 

Arnica D6

 

Arnica D6 ist ebenfalls ein homöopathisches Mittel, das bei Prellungen oder nach Operationen verabreicht werden kann. Auch bei Traumata durch Schocksituationen kann es helfen.

 

Kokosöl

 

Gegen trockene, geschundene Haut hilft Kokosöl gut. Bei Entzündungen kann es aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung ebenfalls Linderung verschaffen. Im Gegensatz zu den anderen Medikamenten, kann es zur Behandlung auf der Haut nicht überdosiert werden.

 

Euphrasia D6

 

Euphrasia ist häufig in Tropenform zu erhalten und wird bei Entzündungen im Bereich der Augen verwendet. Eine Bindehautentzündung, durch Sand oder Zugluft herbeigerufen, lässt sich also durch die Gabe von Euphrasia D6 gut behandeln. Auch tränende Augen lassen sich damit beheben.

 

Buscopan

 

Buscopan kann dem Hund helfen, wenn er unter einer Magen-Darm-Erkrankung leidet. Es beruhigt den Bauch und lindert Schmerzen und Krämpfe. Es ist frei erhältlich, sollte jedoch nur in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden. Anzeichen, dass der Hund Bauchweh hat, kann auch auf eine Vergiftung hindeuten!

 

Darf ich Schmerzmittel verabreichen?

 

Ja, das dürfen Sie. Allerdings ist die Absprache mit dem Tierarzt wichtig. Egal, um welches Medikament es sich handelt: Besprechen Sie therapeutische Maßnahmen, die mit der Verabreichung von Medikamenten einhergehen, stets mit Ihrem Tierarzt! Allergische Reaktionen sind immer möglich. Dies gilt auch für die Diagnosebestimmung. Geben Sie niemals Medikamente, wenn sie die Ursache nicht sicher kennen. Dies kann womöglich mehr Schaden als Nutzen anrichten, da Medikamente in der falschen Dosierung oder Zusammensetzung starke Nebenwirkungen hervorrufen können.