Hundeerziehung ohne Stress: Eine Einführung

 

 

Was bedeutet es, ein Tier ohne Stress zu erziehen? Dafür sollte dir bewusst sein, wie sich Hunde verhalten oder umgangssprachlich gesagt, wie sie „ticken“. Natürlich ist dir eine gute Beziehung zu deinem Vierbeiner besonders wichtig. Doch wie kann das Band zwischen Mensch und Hund gestärkt werden? Liebe und Zuneigung sind die eine Seite der Medaille. Konsequenz der Erziehung die andere Seite. Jeder kennt den Aspekt von der Kindererziehung. Einmal nachgegeben, bedeutet fünf Mal standhaft bleiben.

 

 

Das ist anstrengend, besonders, wenn die Hunde einem mit einen treuen Blick angucken, aber dieser Aspekt ist sehr wichtig. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Timing. Timing bedeutet, dass Aktion und Reaktion unmittelbar aufeinander folgen müssen. Das heißt, wenn ein Hund ein Verhalten ausführt, sollte der Hundebesitzer sofort danach „antworten“. Aus diesem Grund eignet sich ein Klicker-Training besonders gut.

 

 

Bei diesem Erziehungsstil erfolgt die Reaktion nicht mittels der menschlichen Stimme, sondern durch einen Klicker. Da dieser viel schneller reagieren kann, ist die Methode besonders beliebt. Beachte, bei Hunden geht es um Reaktionen im Sekundenbereich. Beiden Tipps sind alters- und rassenunabhängig. Das bedeutet, dass es egal ist, ob du mit einem Welpen oder einem älteren Hund trainierst. Die Aspekte sollte in jedem Training befolgt werden.

 

Hundeverständnis

 

Zu aller erst ist es sehr wichtig seinen Hund richtig zu deuten. Wir gehen häufig davon aus, dass wir die Tiere sehr gut verstehen. Doch es gibt immer wieder große Missverständnisse. Ein Beispiel stellt das „Schwanz-wedeln“ dar. Ein Hund ist nicht immer glücklich, wenn er mit seinem Schwanz wedelt. Genauso kann er auch in diesem Moment auch aufgeregt sein, weil er eine Situation nicht genau einschätzen kann. Hunde lernen unsere Sprache viel schneller, als wir Menschen das Verhalten der Vierbeiner.

 

Der Grund liegt darin, dass die Tiere von uns abhängig sind und deswegen schneller unsere Gestiken verstehen müssen. Für das richtige Hundeverständnis ist ein Besuch in einer Hundeschule unverzichtbar. Diese dient als eine Art Übersetzungsbüro zwischen dir und deinem Hund. Ganz häufig sind es gerade die kleinen Gesten, die von uns Menschen missverstanden werden. In so einem Moment kommt es uns vor, als ob der Hund uns ärgern will. Das ist nicht der Fall. Wichtig ist es, seine Mimiken und Gestiken richtig zu deuten.

 

Heutzutage gibt es die Möglichkeit eines Hundetrainings auch Online, über YouTube oder einer App. Des Weiteren können CDs und DVDs eine sehr gute Alternative sein. Hauptsache du erweiterst dein Wissen über die Hundesprache. Du musst einschätzen können, welches Hundesofa sich für das Tier am besten eignet. Jetzt noch ein Beispiel, warum es so wichtig ist, das Verhalten der Hunde zu verstehen.

 

Mit der Zeit entwickelst du ein Gefühl für deinen Vierbeiner

 

Wenn ein Hund am Wegrand schnüffelt und ein Fahrradfahrer vorbeikommt, kann es schon mal vorkommen, dass die Stimme von dem Besitzer etwas lauter wird, damit das Tier möglichst schnell zum Herrchen zurückkommt. Meistens laufen die Hunde dann langsamer. Der Grund dafür ist nicht, dass das Tier seinen Besitzer ärgern möchte. Das Gegenteil ist der Fall.

 

 

Durch die langsame Reaktion des Hundes, versucht er sein Herrchen zu beschwichtigen und zu beruhigen. Das Verständnis für den Hund ist in diesem Fall sehr wichtig. Bei der Hundeerziehung ohne Stress tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf. Wie lange dauert die Hundeerziehung und wie schwer ist diese? Darauf gibt es leider nur eine Antwort und zwar: „Erziehung hört nie auf“. Hierzu wieder ein Vergleich zur Kindererziehung.

 

 

Unsere Empfehlung: Ein lehrreicher und effektiver Videokurs zur Hundeerziehung

 

Wie oft hat man sich schon gedacht, dass man ein Thema mit seinem Kind schon mehrere Male besprochen hat. Kinder probieren es immer wieder ihre Grenzen auszutesten. Das ist ein ganz natürliches und auch nachvollziehbares Verhalten. Es könnte ja sein, dass sich die Meinung von den Eltern geändert hat. Aber das Wichtigste ist wieder: “ Je konsequenter du bist, desto besser und schneller gelingt die Erziehung, auch beim Hund“. Ein weiterer Leitsatz einer stressfreien Erziehung sollte sein: „Gutes Verhalten wird gelobt und belohnt. Schlechtes Verhalten wird nicht bestraft.“

 

Anfang der Erziehung

 

Für eine stressfreie Erziehung eignet sich wie schon erwähnt, das richtige Verständnis für seinen Hund und eine belohnende Kultur. Fange mit einfachen Kommandos an, die du im Alltag regelmäßig gebrauchst. Diese sind: Sitz, Platz, Bleib und Bei Fuß. Jedes dieser Verhalte kannst du durch ein Leckerli belohnen. Wie du deinen Vierbeiner dazu bringst, das gewünschte Verhalten auszuführen, kannst du in etlichen Ratgebern nachlesen.

 

 

Wichtig ist, dass die Erziehung nicht bei der Erlernung der gewünschten Reaktionen aufhört. Viel wichtiger sind die Situationen im Alltag danach. Es können sich leicht kleine Flüchtigkeitsfehler einschleichen. Zum Beispiel, dass dein Hund sich aus dem Sitz löst, obwohl du ihm noch kein Auflösungszeichen gegeben hast. Dabei ist es wichtig konsequent zu bleiben. Als pflegeleichtes Haustier kann man die munteren Vierbeiner nur bezeichnen, wenn man sich artgerecht um sie kümmert.

 

Welpenerziehung

 

Die Erziehung eines Welpen beginnt im Grunde ab dem ersten Tag. In den ersten Wochen durchleben die kleinen Welpen die Attraktionsphase. Diese Lebenszeit ist dadurch geprägt, dass die kleinen Hunde keine Angst vor Unbekanntem haben. Danach folgt die Aversionsphase. In dieser Zeit schließt sich das Fenster der Neugierde und die kleinen Welpen entwickeln Angst vor Unbekanntem. Aus diesem Grund ist es besonders in den ersten Wochen wichtig, dem Hund so viele Umgebungen zu zeigen, wie möglich.

 

 

Gehe in den Park, auf Spielplätzen oder in die U-Bahn und mache deinen Hund mit Kindern, Erwachsenen, aber auch zum Beispiel mit Rollstuhlfahrern bekannt. Wichtig ist es zu wissen, dass alle Dinge, die für uns normal sind einem Hund Angst bereiten können. Ein Mensch, der nicht auf zwei Füßen läuft, sondern sich durch einen Rollstuhl fortbewegt, kann für einen Welpen durchaus Angst erregend sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, die kleinen Vierbeiner in den ersten Wochen, an so viele Umstände wie möglich zu gewöhnen.

 

Hundeerziehung ohne Stress: Dein kleiner Schatz sammelt Erfahrungen

 

Umso leichter ist es, mit dem Hund raus zu gehen und neue Umgebungen zu erkunden. Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, den Welpen stubenrein zu bekommen. Dabei sind ganz viel Geduld und Durchhaltevermögen gefragt. Ein Welpe muss sich in den ersten paar Wochen fast 20 Mal am Tag erleichtern. Wichtig ist es, dass du dabei das Verhalten deines Hundes genau beobachtest und schon abschätzen kannst, wann er auf „die Toilette“ muss. Und sei dir bewusst, wenn es dein Welpe einmal nicht bis nach draußen schaffen sollte, dann meint er das nicht böse.

 

 

Von deiner Seite ist es wichtig den Hund immer wieder zu loben, wenn er draußen sein Geschäft erledigt hat. Das Lob kann auch ganz übertrieben ausgesprochen werden. Die Hauptsache ist, dass der Hund denkt, dass es etwas ganz tolles und lobenswertes ist, wenn er sich draußen erleichtert. Und mache es euch nicht schwerer als es ist. Wenn du merkst, dass dein Hund auf „die Toilette“ muss, dann gehe möglichst schnell mit ihm nach draußen. Nur so bekommt er die Chance möglichst viele Erfolge zu haben. Den richtigen Hundschlafplatz darfst du ebenfalls nicht vernachlässigen.

 

Grundbedürfnisse aller Hunde

 

Es gibt ein paar wichtige Regeln, die bei der Hundeerziehung ohne Stress befolgt werden sollten. Diese richten sich nach den Grundbedürfnissen aller Hunde und sind folgende:

 

1. Ein Hund braucht viel Auslauf und Bewegung. Ein Spaziergang sollte nicht nur dazu dienen, damit der Hund sein Geschäft erledigen kann. Auslauf und Bewegung sind für die Gesundheit der Hunde genauso wichtig, wie für uns Menschen.

 

2. Jeder Hund sollte auf jeden Fall einen individuell eingerichteten Platz besitzen. Dieser dient als Rückzugsort und ist auch dafür wichtig, dass das Kommando „Geh auf deinen Platz“, richtig interpretiert werden kann.

 

3. Soziale Kontakte zu anderen Tieren sind sehr wichtig. Der Hund ist ein Rudeltier. Das bedeutet, dass er andere Hunde begegnen und kennen lernen möchte. Das gibt Sicherheit und Selbstbewusstsein. Aus diesem Grund sollte auf ausreichend Kontakt geachtet werden.

 

4. Pflege, ärztliche Betreuung und Zuneigung sind drei weitere wichtige Aspekte. Selbstverständlich muss ein Hund zum Arzt und geimpft werden und so weiter. Allerdings sind die tägliche Fellpflege und Hygiene genauso wichtige Grundbedürfnisse und sollten beachtet werden. Zu guter Letzt gehören auch ein paar Streicheleinheiten zu der täglichen „Pflege“, da diese die Bindung zwischen Mensch und Hund stärken.

 

Problemverhalten abgewöhnen

 

Beißen

 

Jedem Hund sollte im Laufe der Sozialisierung das Beißen abgewöhnt werden. Fange am besten früh an, dem Hund das unerwünschte Verhalten abzutrainieren, wenn er noch ein Welpe ist. Jedes Mal, wenn der kleine Hund beim Spiel zubeißt, reagierst du mit einem klaren Nein. Du kannst auch Jaulen und sozusagen einen verletzen Artgenossen nachmimen. Daraufhin weiß dein Hund, dass er zu fest zugebissen hat.

 

 

Sollte diese Erziehungsmethode nicht gelingen, kannst du beim nächsten Mal einen Schritt weiter gehen. Jedes Mal, wenn dein Welpe beißt, verlässt du den Raum. Das signalisiert dem Hund, dass er einen Spielkameraden verliert und sein Verhalten nicht angemessen war. Spielt ihr Hund mit Ihnen und beißt nicht einmal zu, dann ist es wichtig den Welpen zu belohnen und deine Freude darüber zu zeigen, wie gerne du mit Ihm zusammen bist, wenn er nicht zubeißt.

 

Anspringen

 

Fast alle Hunde begrüßen seine Herrchen überschwänglich und springen die betroffene Person auch gerne an. Diese Art von „Hallo“ sagen mögen allerdings nicht alle Besucher. Besonders Fremde nicht. Aus diesem Grund wird dazu geraten dem Hund das anspringen abzugewöhnen. Folgendermaßen kannst du dabei vorgehen. Sobald der Hund jmdn. anspringt, kniest du dich zu ihm auf dem Boden und hältst deine beiden Handflächen gegen den Hund.

 

Wichtig ist, dass du dabei Freundlichkeit ausstrahlst, da der Hund nicht bestraft werden soll. Danach deutest du mit einer Handfläche auf den Boden. Setzt oder legt sich dein Hund hin, wird er belohnt. Dieses Verhalten solange ausführen, bis sich dein Hund daran gewöhnt keine Personen mehr anzuspringen. Ein Fun Fact: Katzen sind schwerer zu trainieren als die größeren Vierbeiner.

 

Häufiges Bellen

 

Das laute Bellen deines Hundes kann ganz schön auf die Nerven gehen. Und nicht nur dir, sondern auch den Nachbarn. Um dem Hund das Verhalten abzutrainieren ist es wichtig, den Auslöser für zu lautes und häufiges bellen zu finden. Dieser könnte mehrere Gründe haben.

 

Hunderasse

 

Viele Hundearten bellen von Natur aus sehr oft und gerne, da sie einen starken Beschützerinstinkt haben. Zu diesen Rassen gehören zum Beispiel Schäferhunde oder Spitz. Diese machen durch lautes Bellen gerne auf sich aufmerksam.

 

Langeweile

 

Ist dein Hund nicht ausgelastet oder hat er Langeweile, dann kann dieser Zustand dazu führen, dass er sich die Zeit gerne mit lautem Bellen vertreibt.

 

Aufmerksamkeit

 

Wenn dein Hund nicht genug Zuneigung bekommt, kann es sein, dass er sich durch das Bellen mehr Aufmerksamkeit erhofft.

 

Nicht ausgelastet

 

Zusammenhängend mit Langeweile und zu wenig Aufmerksamkeit, kann es vorkommen, dass dein Hund zu oft bellt, da er nicht genügend Bewegung bekommt. Die tägliche Auslastung durch Bewegung ist besonders wichtig, da die Tiere einen inneren Jagdinstinkt besitzen.

 

Ängstlichkeit

 

Sobald ein Hund Angst hat, versucht er durch lautes Bellen sich stärker und mächtiger darzustellen, als er in der Situation ist.

 

Schutzinstinkt

 

Jeder kennt das Phänomen, sobald es an der Tür klingelt, bellt der Hund besonders laut, da er sein Herrchen beschützen möchte. Diese aufgelisteten Aspekte könnten Gründe für zu lautes Bellen sein. Nun aber zu den Gegenmaßnahmen. Auspowern ist eine der besten Hilfsmittel, das laute Bellen zu bekämpfen. Wenn dein Vierbeiner genügend Bewegung bekommt, dann nutz er die Zeit zu Hause lieber für ein gemütliches Schläfchen. Auch ist es wichtig, dem Hund immer wieder neue Gassirouten zu zeigen, da er so weniger ängstlich gegenüber Unbekanntem wird und infolgedessen kaum laute Geräusche von sich gibt.

 

 

Des Weiteren ist es wichtig, dass Bellen des Hundes zu ignorieren. Der Vorteil ist, dass der Hund merkt, dass er deine Aufmerksamkeit nur dann bekommt, wenn er sich ruhig verhält. Diese Konditionierung braucht etwas Geduld, ist aber sehr wirksam. Du kannst für deinen Hund auch ein Kommando einführen, auf welches er aufhört zu bellen. Komischerweise musst du ihm erst einmal beibringen auf Kommando zu bellen. Also trainiere mit deinem Hund mehrmals und gibt das Kommando „bellen“. Sobald er dem folgt, wird der Vierbeiner mit einem Leckerli belohnt.

 

 

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Danach wird das Kommando „leise“ eingeführt. Immer wenn dein Hund nach dem Kommando „bellen“, sei es auch am Anfang durch Zufall, aufhört Geräusche von sich zu geben, darfst du ihn mit einem Leckerli belohnen. Auf diese Art und Weise kannst du deinen Hund kontrollieren und Kommando „bellen“ und „leise“ ausführen. Zu guter Letzt ist es wichtig, dass du immer der Herr der Lage bist. Merkt dein Hund, dass du unsicher bist, dann möchte er dich beschützen und fängt noch lauter an zu bellen. In solchen Momenten hilft es wieder das unerwünschte Verhalten zu ignorieren.

 

Hilfe: Mein Hund zieht an der Leine

 

Auch für dieses Problem gibt es einige wertvolle Tipps. Einer der wichtigsten ist es, bei starkem Ziehen des Hundes, zu stoppen und wie ein Pfeiler im Boden auf dem Platz zu verharren. Erst wenn die Leine sich lockert gehst du weiter. Der Hund merkt, dass er durch starkes Ziehen nicht vorwärts kommt. Ein weiterer Tipp ist es die Richtung zu wechseln. Nichts irritiert einen Hund so sehr, wie Neues und Unbekanntes. Das bedeutet, dass du in die andere Richtung deines Hundes gehst, wenn er an der Leine zieht.

 

Jedes Mal, wenn er mitkommt, wird er durch ein Leckerli belohnt und merkt, dass er nicht vorankommt, sobald er an der Leine zieht. Es ist zwar nicht wissenschaftlich erwiesen, aber die Erfahrungen zeigen, dass Hunde weniger an der Leine ziehen, wenn sie ein Geschirr tragen. Diese Halterungen sind auch viel besser, da der Druck sich nicht nur auf den Nacken auswirkt, sondern sich über den ganzen Rumpf verteilt. Wichtig ist auch, dass du als Herrchen nicht an der Leine ziehst und dadurch sozusagen ein Kampf entsteht.

 

Mein Hund jagt Jogger und Autos

 

Selbstverständlich kann es bei dem ausgeprägtem Jagdinstinkt der Hunde vorkommen, dass diese anfangen Jogger und Fahrradfahrer zu jagen. Allerdings ist dieses Verhalten nicht immer ungefährlich. Der Grund für das Jagen ist, dass der Hund wieder nicht genügend Auslauf hat, um sich auszupowern. Aus diesem Grund ist es wichtig einen Ausgleich zu schaffen. Also nichts wie los, in den nächsten Hundeshop und kleine Bälle kaufen, die der Hund anstatt dessen jagen kann. Als nächstes ist es wichtig, Gehorsam zu erlernen. Es ist ratsam zu Beginn immer mit der Leine spazieren zu gehen.

 

Dadurch wird der Hund erst nicht den Jagdsituationen ausgesetzt. Immer wenn du einen Radfahrer oder Jogger entdeckst, beförderst du deinen Hund in „Platz“. Dort muss er solange verharren, bis die Jagdsituation vorbei ist. Danach wird er selbstverständlich mit einem Leckerli belohnt. Dieses Verhalten muss solange eingeübt werden, bis der Hund auf die Kommandos hört. Zum Ende können die Befehle gelockert werden, indem der Hund nur noch in „bei Fuß“ kommandiert wird. Du solltest dir bewusst sein, dass das Training zwischen einem halben und anderthalb Jahren dauern kann. Hundetraining benötigt schlichtweg auch Erfahrung.

 

Umgang mit älteren Hunden

 

Ein älterer Hund ist nicht mehr so schnell und flink wie ein Welpe. Er hört nicht mehr so gut und braucht eine Weile bis er seine Gassirunde um den Block dreht. Schnell stimmt uns dieses Verhalten milde und wir werden dadurch inkonsequent. Wir wollen Ihn nicht mehr an seinem Lebensabend stressen und geben nach, wenn der Vierbeiner nicht sofort „Sitz“ macht. Aber ist das wirklich ein gutes Verhalten für den Hund? Wichtig ist, dass du auch bei älteren Hunden weiterhin konsequent bleibst.

 

Klare Regeln geben den Vierbeinern Struktur sowie Orientierung im Alltag und sind keine Strafe. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auch bei älteren Hunden die Erziehung nicht zu vernachlässigen. Selbstverständlich kannst du etwas genügsamer mit deinem Hund sein. Es ist in Ordnung, wenn er nicht so schnell kommt, aber er muss auf das Kommando hören und kommen. Auch wenn er sich hinsetzt, kann sich dein Haustier, dein Vierbeiner Zeit lassen. Hauptsache dein Hund setzt sich hin. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Freizeitbeschäftigung. Auch diese kannst du kreativ an seine Bedürfnisse anpassen. Massage, Hunde-Wellness und physiotherapeutische Übungen sind gut für ältere Vierbeiner geeignet.

 

Es ist auch wichtig, dass du deinen Hund zeigst, dass er noch gebraucht wird. Gebe ihm das Gefühl, dass er für die Familie einen wichtigen Stellenwert hat, aber achte darauf, dass er immer noch eine untergeordnete Stellung hat. Des Weiteren ist es von großer Bedeutung, dass die Gesundheit des Hundes zu kontrollieren. Das hohe Alter bedeutet nicht zwangsläufig, dass dein Hund krank ist. Trotzdem ist es gut, seinen gesundheitlichen Zustand regelmäßig kontrollieren zu lassen. Impfungen, Parasiten-Vorbeugungsmaßnahmen, Krallen schneiden, Ohren sowie Zähne reinigen und das Blut untersuchen, sind Maßnahmen die dem Hund nicht schaden können und seine Lebenszeit und Wohlbefinden erhöhen.

 

Zusammenfassung zum Hundetraining

 

Zu guter Letzt sollte auch noch einmal erwähnt werden, dass es durchaus möglich ist, einen Hund ohne Leckerli zu erziehen. Der Nachteil liegt auf der Hand. Übergewicht, kann durch eine Erziehung mit Leckereien schnell zu einem Problem werden. Dabei kann ein Hund auch ganz einfach ohne Süßem erzogen werden. Viel Lob und Streicheleinheiten sind eine gute Alternative. Nach einem Spaziergang, bei dem sich der Hund gut benommen hat, kann eine Spieleinheit eine super Belohnung sein. Zusätzlich kann das Clickertraining hilfreich sein.

 

Selbstverständlich muss nicht ganz auf ein Leckerli verzichtet werden. Aber diese Belohnung sollte ein besonderes Ereignis bleiben. Zusammenfassend werden noch einmal die wichtigsten Punkte aufgeführt, die zu einer stressfreien Hundeerziehung beitragen. Zu aller erst ist es wichtig, die Rangordnung festzulegen. Gehe vor deinem Hund durch die Tür, gebe ihm erst etwas zu essen, wenn du gegessen hast und dein Lieblingsplatz ist für den Vierbeiner tabu. So schwer es auch sein mag. Die Rangordnung muss eingehalten werden. Zweitens ist es wichtig, konsequent zu bleiben.

 

Hundeerziehung ohne Stress: Mit Geduld und Verständnis zum Erfolg

 

Folgt dein Hund nicht auf Anhieb, dann bleibe beharrlich und warte so lange, bis er das Kommando ausführt. Durch diese Methode stellst du sicher, dass sich dein Vierbeiner auch unter anderen Leute wirklich gut verhält. Des Weiteren ist es wichtig, den Vierbeiner zu sozialisieren. Hunde sind Rudeltiere und sie suchen Anschluss und Kontakt zu anderen Lebewesen. Schaffe für deinen Hund die Möglichkeit sich mit anderen Hunden anzufreunden, indem du mit ihm in eine Hundeschule gehst.

 

 

Unsere Empfehlung: Ein lehrreicher und effektiver Videokurs zur Hundeerziehung

 

Zusätzlich dürfen selbstverständlich Lob und Anerkennung nicht fehlen. In diesem Fall ist deine Stimme sehr wichtig. Hunde achten zum größten Teil auf den Klang der Stimme und wissen anhand der Tonlage, ob sie etwas gut gemacht haben oder nicht. Das waren die wichtigsten Tipps kurz zusammengefasst und wenn du diesen Ratschlägen folgst, dann steht einer guten und  Hundeerziehung ohne Stress nichts mehr im Wege.


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