Pflegeleichte Hunderassen sind gefragter denn je!

 

 

Dieser Artikel ist für alle, die sich für pflegeleichte Hunderassen interessieren. Es existieren derzeit mehrere Hundert FCI-anerkannte Hunderassen und außerdem einige, die sich erst entwickeln und derzeit noch als Mischlinge zu bezeichnen sind. Unter den vielen Rassen gibt es solche, die für ihre zukünftigen Besitzer mehr Aufwand bedeuten, und solche, die im Alltag eher mitlaufen und unauffällig sind. Wer einen solchen eher unkomplizierten Hund sucht, ist hier genau richtig.

 

Wann ist ein Hund pflegeleicht?

 

Ein Vierbeiner ist vor allem dann pflegeleicht, wenn alltägliches Management mehr oder minder wegfällt. Das heißt zum Beispiel folgendes:

 

  • er jagt nicht
  • er muss wenig erzogen werden und lässt sich dann leicht erziehen
  • er besitzt keinen oder nur wenig Schutz- und Wachtrieb
  • er ist geduldig
  • die Fellpflege ist einfach

 

Natürlich ist es immer auch ein wenig individuell, was pflegeleichte Hunderassen ausmachen. Die genannten Punkte jedoch werden häufig genannt, wenn jemand nach einem entsprechenden Hund sucht.

 

Pflegeleichte Hunderassen auf einen Blick

 

Wer sich erst einmal einen Überblick darüber verschaffen möchte, welche Rassen nach dem größten weltweiten Zuchtverband FCI eher unkompliziert sind, schaut sich am besten die Gruppe der Gesellschafts- und Begleithunde an. Das ist die sogenannte Gruppe 9. Als pflegeleichte Hunderassen gelten neben knapp 30 weniger bekannten zum Beispiel:

 

  • Chihuahua
  • Havaneser
  • Kromfohrländer
  • Malteser
  • Pudel
  • Tibet Terrier

 

Für Menschen, die sich ein wenig mit Hunden auskennen, wird schnell klar, dass es sich dabei vor allem um kleine Hunde handelt: Vierbeiner in dieser Kategorie messen laut Rassestandard meistens deutlich unter 40 cm Widerristhöhe.

 

Auf die Gesundheit achten

 

Zu den sogenannten Begleithunden gehören auch Hunderassen, die gesundheitlich angeschlagen sind, weil ihnen Anomalien angezüchtet wurden. Von der Anschaffung eines solchen Hundes ist abzuraten. Möpse etwa leiden aufgrund ihres hohen Gewichtes in Verbindung mit der quasi nicht vorhandenen Nase sehr und auch der Boston Terrier neigt zu starken Atmenproblemen. Wer darauf achtet, dass Vertreter einer Hunderasse eine normal lange Nase und hundetypische körperliche Proportionen haben, macht an dieser Stelle nichts falsch.

 

Welpe oder erwachsener Hund?

 

Viele Menschen, die sich nach einem neuen Familienmitglied umsehen, wünschen sich einen Welpen. Sich für einen älteren Hund zu entscheiden, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Man kann sich in Ruhe ansehen, wie der Vierbeiner im Alltag zu händeln ist. Während man bei einem Welpen nie genau weiß, wie er sich später zeigen wird, ist der Charakter eines erwachsenen Hundes sehr gut einschätzbar. Außerdem entfällt im besten Fall eine Menge Erziehungsarbeit.

 

Auch unkomplizierte Hunde sind Hunde

 

Wer sich einen Vierbeiner anschafft, muss ihm ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Das gilt für pflegeleichte Hunderassen genauso wie für andere. Ein Zeitaufwand von etwa zwei Stunden täglich sollte da immer eingeplant werden. Die meisten Hunde kommen gut damit zurecht, über einen gewissen Zeitraum weniger Auslastung zu haben, aber ein Dauerzustand sollte das nicht sein. Welche Art von Auslastung die richtige ist, hängt vom Hund ab: Die einen gehen am liebsten einfach nur spazieren, andere lernen gerne Tricks und wieder andere setzen gerne gezielt ihre Nase ein. Idealerweise findet man ein gemeinsames Hobby, an dem Mensch und Hund gleichermaßen Spaß haben. Nicht vergessen: den „perfekten Hund“ gibt es nicht, es handelt sich immer um ein Zusammenspiel von Tier und Halter.

 

Wo pflegeleichte Hunderassen kaufen?

 

Ist die Entscheidung für einen Hund gefallen, schaut man sich am besten ganz in Ruhe bei Züchtern oder im Tierschutz um. Ein Vierbeiner ohne Papiere sollte nicht gekauft werden, da sich die Herkunft nicht nachvollziehen lässt. Ein guter Züchter zeigt Interessenten seine Hunde, erklärt die Wurfplanung und berät potentielle Käufer ehrlich. Zwar ist in der Regel nur die (werdende) Mutterhündin anwesend, aber der (geplante) Deckrüde kann charakterlich gut beschrieben werden und eine gute Begründung für die Wahl desselben kann der Züchter meistens ebenfalls liefern. Unter dem Strich sollte das Bauchgefühl passen und wenn Zweifel bestehen, ist es ratsam, nach einem anderen Züchter Ausschau zu halten. Bitte ausreichend Vorlauf von etwa einem Jahr einplanen und keine Spontankäufe tätigen, auch wenn der Welpe noch so niedlich ist.

 

Fazit: Auch der Kauf eines unkomplizierten Hundes will geplant sein

 

Wer sich einen Vierbeiner anschaffen möchte, der im Alltag weitestgehend unkompliziert mitläuft, sieht sich am besten in der FCI Kategorie 9 um. Die dort aufgeführten Begleithunde sind unkomplizierte Hunderassen geringer Größe und geringen Gewichts. Dennoch sind es Hunde, die Aufmerksamkeit und Beschäftigung brauchen. Für die Anschaffung eines neuen Familienmitglieds sollte ein gewisser Vorlauf eingeplant werden. Außerdem sollte unbedingt auf das äußerliche Erscheinungsbild der Rassevertreter geachtet werden: Angezüchtete Anomalien bedeuten häufig mitunter starke Einbußen in der Lebensqualität der Hunde. Wir hoffen, dass du dein pflegeleichtes Haustier finden wirst.