So werden Vögel pflegeleicht im Haus gehalten.

 

Neben Katzen und Hunden erfreuen sich vor allem auch die Vögel hoher Beliebtheit als Haustiere. Und das zurecht. Denn die kleinen Tiere sind nicht nur wunderschön mit ihrem prachtvollen Gefieder anzusehen, sondern machen mit ihrem musikalischen Gezwitscher gute Laune.

 

 

Wer sich für einen Vogel als Haustier entscheidet, muss jedoch einigen wichtigen Kriterien Beachtung schenken. Hier findest du viele nützliche Tipps und Tricks, welche Voraussetzungen für die richtige Haltung gegeben sein müssen.

 

Einzelhaltung oder nicht?

 

Vor allem im Herbst, wenn die Blätter sich verfärben und es kälter wird, sieht man, wie die Zugvögel in den Süden ziehen und dort den Winter über bleiben. In großen Scharen machen sie sich auf den Weg und stellen immer wieder einen schönen Anblick dar. Das zeigt unter anderem, dass Vögel sich viel lieber in Gruppen aufhalten.

 

 

Wenn du einen Vogel in deinem Zuhause halten willst, empfehlen wir dir, am besten zwei oder mehr zu holen. In Einzelhaltung fühlen sich die gefiederten Tiere unwohl und besonders laut. Darüber hinaus kann es auch schnell passieren, dass der Vogel sich zu einsam fühlt und anfängt, sein schönes Gefieder auszurupfen oder wird im schlimmsten Fall krank.

 

 

Um das zu verhindern, eignet sich die paarweise Haltung am besten. Für Papageien hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sogar ein Gesetz darüber erlassen, dass Papageien in Paaren gehalten werden müssen. Die paarweise Haltung bringt also so einige Vorteile mit sich.

 

Vorteile der Haltung von mehreren Vögeln.

 

Die Vögel können über mehrere Stunden hinweg alleine gelassen werden, da sie dennoch in Gesellschaft sind. Dadurch sind sie sehr unternehmungslustig und haben eine lange Lebenszeit. Im Schnitt können Vögel zwischen 6 und 15 Jahre alt werden. Manch eine Vogelart schafft es sogar bis zu einem Alter von rund 40 oder noch mehr Jahren.

 

 

Auch wenn das Risiko bei einer Einzelhaltung stark steigt, dass der Vogel krank wird oder sich die Federn ausrupft, kann er durchaus zahmer werden.  Wenn du viel Zeit mit deinem gefiederten Freund – etwa einem Wellensittich – verbringen möchtest, kann die Einzelhaltung durchaus eine Option darstellen. Dafür musst du ihm aber viel Aufmerksamkeit schenken.

 

 

Mit der Zeit kann der Vogel handzahm werden und eine Verbindung zu dir aufbauen. Wenn du ihn dann doch mal für einige Zeit alleine lassen musst, können Spielzeuge speziell für Vögel Abhilfe leisten und ihn dann für eine Weile unterhalten. Doch wenn der Vogel dann dennoch anfängt, sich ungewöhnlich zu verhalten, solltest du auf jeden Fall einen Gefährten dazu holen.

 

Ausreichend Platz im Käfig und Freiflug.

 

Auch wenn der Vogel noch so klein ist, benötigt er dennoch sehr viel Platz in seinem Vogelkäfig, damit er sich ein wenig austoben und fliegen kann. Dafür eignen sich am besten breite Käfige oder Voliere, da der Vogel eher dazu neigt hin- und herzufliegen. In einem hohen, aber schmalen Käfig finden Vögel nicht genügend Platz dazu. Der Käfig sollte auf keinen Fall platzsparend sein.

 

 

Im Idealfall hast du sogar ein ganzes Zimmer frei, dass du für den Vogel richtig einrichten kannst. Hast du einen großen Garten, könnte dieser sich sogar besser für die Vogelhaltung eignen als ein Zimmer. Hier ist genug Platz, um eine Außenvoliere aufzustellen. Vögel haben ihre Flügel nicht umsonst.

 

 

Damit sie diese auch entsprechend benutzen können, reicht ein Käfig meist nicht aus. Dabei kann der Käfig noch so groß sein: Mehr als ein kurzer Flug ist das für den Vogel nicht. Deswegen ist es ratsam, deinen Vogel regelmäßig aus dem Käfig und in einem geschlossenen Raum fliegen zu lassen. Am besten sollte er täglich für mehrere Stunden fliegen können.

 

Das richtige Umfeld für die Vogelhaltung.

 

Nur ein Käfig allein reicht nicht für die Vogelhaltung aus. Neben genug Platz für die Freiflugstunden müssen noch weitere Vorkehrungen getroffen werden, damit der Vogel sorglos durch die Luft fliegen und eine fröhliche Zeit haben kann.

 

Übrigens musst du in der Tat aufpassen, wenn du weitere Haustiere besitzt. Katzen greifen definitiv gerne die kleinen gefiederten Tierchen an, daher ist Vorsicht geboten! An sonsten könnte dein Stubentieger beispielsweise deinen Wellensittich ernsthaft verletzen.

 

Gefährdung durch den Vogelkäfig.

 

Entscheidest du dich für eine Voliere, solltest du unbedingt darauf achten, dass die Gitterstäbe weder verzinkt, noch mit Plastik ummantelt sind. Das kann ansonsten sehr gefährlich enden, indem die Plastikteile angeknabbert und verschluckt werden.

 

 

Durch das Zink hingegen kann der Vogel sich vergiften. Auch sollten die Gitterstäbe nicht zu weit auseinanderstehen, da sich das Vögelchen ansonsten dazwischen quetschen kann und eventuell nicht mehr rauskommt.

 

Freiflug in optimaler Umgebung.

 

Ist der Käfig in einem eingerichteten Zimmer, solltest du darauf achten, dass die Vögel bei dem Freiflug nicht gefährdet sind. Solch eine Gefährdung kann beispielsweise durch Fensterscheiben, giftige oder gefährliche Zimmerpflanzen, Gefäße und Möbelzwischenräume entstehen.

 

 

Am besten sollten Fenster für den Freiflug abgedunkelt werden, damit der Vogel nicht auf die Idee kommt, er könnte durchfliegen. Öffnungen, in die der Vögel – wie bei den Gitterstäben etwa – steckenbleiben könnte, sollten richtig abgedeckt werden. Außerdem sollte nichts in dem Raum sein, was nicht kaputtgehen darf. Denn die Vögel knabbern gerne mal alles Mögliche an.

 

Duftverbot im Vogelzimmer.

 

Darüber hinaus gehört Rauchen in demselben Zimmer, in dem der Vogelkäfig steht oder die Vögel Freiflug erhalten, verboten. Ebenso sind auch andere Gase, Aromakerzen oder Parfums nicht dafür geeignet, dass die kleinen Tierchen die Gerüche einatmen. Denn diese besitzen sehr sensible Atemwege.

 

Die richtigen Vögel.

 

Hast du alle Vorbereitungen getroffen, stehst du nun vor der Frage, welche Vogelart die richtige ist. Hier stehen deine persönlichen Vorlieben im Vordergrund. Je nachdem, was du als wichtig empfindest, kannst du danach gehen und dich bei Händlern ausführlich beraten lassen.

 

Vor allem das Gezwitscher, das du von dem Kauf des Vogels an jeden Tag hören wirst, sollte sich für dich gut anhören beziehungsweise dich nicht nerven. Es gibt viele Vögel, die ein bisschen leiser sind.  Besonders die kleineren Vogelarten sind da ein gutes Beispiel. Darüber hinaus kannst du dir auch in Ruhe erst einmal anhören, wie bestimmte Arten sich anhören.

 

Zu den beliebtesten Bewohnern gehören auf jeden Fall die Wellensittiche, Nymphensittiche, aber auch Kanarienvögel. Wenn du dich nicht nur für einen Vogel entscheiden willst, lassen sich auch einige Arten gemeinsam halten. Dazu gehören beispielsweise Wellensittiche und Nymphensittiche.


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